Temporäre, durch den Versicherten mittels Vorfinanzierung oder lebenslänglicher Rentenkürzung finanzierbare Rente, die von der BLVK zwischen dem Rücktrittsalter (frühestens ab Alter 58) und dem Einsetzen der AHV-Rente gewährt wird.

Investmentstil, der darauf abzielt, den Vergleichsindex (Benchmark) zu übertreffen, indem gewisse darin enthaltene Titel über- oder untergewichtet werden. Die These über die Effizienz der Kapitalmärkte besagt, dass die Marktpreise der einzelnen Investitionsmöglichkeiten immer genau ihrem effektiven Wert entsprechen. Ist die These über die Effizienz der Kapitalmärkte falsch, so lässt sich durch Titelselektion verglichen mit der Markt- oder Indexrendite eine Mehrrendite erzielen. Neben der geschickten Titelselektion wird bei einer aktiven Anlagestrategie auch mit gezieltem Abweichen von den strategischen Gewichtungen der einzelnen Anlagekategorien eine Mehrrendite zu erreichen versucht (Timing, z.B. durch Verkauf von Aktien vor einem erwarteten Kursrückgang).

Alpha ist die Bezeichnung für die risikobereinigte Überschussrendite einer Anlage. Alpha gibt an, um wieviel die Rendite der Anlage über der Rendite des Referenzindex (Benchmark) liegt.

Im Beitragsprimat ist dies die Summe der angesammelten Altersgutschriften inkl. Freizügigkeitsleistungen, freiwilligen Einlagen und Zinsen. Das Altersguthaben entspricht dem Sparkapital bei Erreichen des Rücktrittsalters.

Die Altersgutschriften sind der Teil des Beitragsaufwandes, welcher angespart wird. Die Höhe der Altersgutschriften (Sparbeiträge) ist alters- und sparplanabhängig und wird in Prozenten des versicherten Lohns ausgedrückt.

Institutionen und private Unternehmungen, mit denen die BLVK einen Anschlussvertrag abgeschlossen hat.

Richtlinien, die bei der Anlage eines Vermögens nach den Erfordernissen der Sicherheit, Risikoverteilung, Werterhaltung, Gewinnerzielung und Rendite aufgestellt werden. 

Beschränkung des maximal zulässigen Investitionsanteils in eine Anlage bzw. Anlagekategorie oder die Einschränkung der zulässigen Anlageinstrumente, um ein bestimmtes Vermögen zu verwalten. Die Anlagerestriktionen können sowohl die Art und Qualität der einzelnen Anlageinstrumente betreffen als auch den Anteil, der in gewisse Anlageinstrumente investiert werden darf. Die wichtigsten Anlagerestriktionen sind die gesetzlichen Bestimmungen gemäss BVV 2 Art. 54 ff. sowie die im Anlagereglement enthaltenen Vorschriften.

Der Zweck einer Anlagestiftung ist es, Vermögen von mehreren Vorsorgeeinrichtungen sicher und gewinnbringend im Rahmen der gesetzlichen Anlagerichtlinien zu verwalten.

Die Anwartschaft ist ein Anspruch auf eine künftige Leistung der BLVK im Vorsorgefall (Altersrücktritt, Tod oder Invalidität)

Erziehungsdirektion des Kantons Bern und Angeschlossene Institutionen, mit welchen die BLVK einen Anschlussvertrag abgeschlossen hat.

Lehrer und Lehrerinnen des Kantons Bern und der Angeschlossenen Institutionen.

Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG).

Gliederung eines Portfolios nach den verschiedenen Anlagearten Aktien, Obligationen, Geldmarktpapiere, etc. zusätzliche Aufteilungen nach geographischen und währungsmässigen Kriterien.

Bundesgesetz über den allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (SR 830.1).

Die Stiftung Auffangeinrichtung BVG ist eine nationale Vorsorgeeinrichtung. Im Auftrag des Bundes fungiert sie als Auffangbecken und Sicherheitsnetz der 2. Säule. Die Pensionskassen müssen jene Freizügigkeitsleistungen, für die keine Auszahlungsadresse vorliegt, dorthin überweisen. Als einzige Pensionskasse in der Schweiz nimmt sie ausnahmslos jeden anschlusswilligen Arbeitgeber und jede anschlusswillige Einzelperson auf, sofern diese die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen.

Aufsichtsbehörden wachen darüber, dass eine Vorsorgeeinrichtung die gesetzlichen Vorschriften einhält. Die BLVK untersteht der Aufsicht der BBSA (Bernische BVG- und Stiftungsaufsicht). Diese kann Weisungen erlassen, insbesondere betreffend der Vermögensverwaltung. Sie ist auch befugt, Klagen von Destinatären entgegenzunehmen, wenn die Organe der Vorsorgeeinrichtung willkürlich handeln.

Pflicht des Versicherten, der Kasse alle Auskünfte zu erteilen, die für die korrekte Anwendung des Reglements erforderlich sind, wie Familienverhältnisse, gesetzliche oder vom Versicherten freiwillig übernommene Unterhaltspflichten, Gesundheitszustand, Bereitschaft, sich einer ärztlichen Untersuchung zu unterziehen, usw..

Versicherte, welche eine Pensionskasse verlassen, bevor ein Vorsorgefall eintritt, haben Anspruch auf eine Austrittsleistung (Freizügigkeitsleistung). Die Höhe der Austrittsleistung ist im Reglement der Vorsorgeeinrichtung festgelegt. Die Austrittsleistungen anderer Vorsorgeeinrichtungen sowie Guthaben auf Freizügigkeitskonten und Freizügigkeitspolicen müssen in die BLVK eingebracht werden (Art. 3 FZG).

Der auf einen bestimmten Zeitpunkt berechnete Wert künftiger Leistungen oder Beiträge.

Barwert der erworbenen Altersleistungen und der damit verbundenen Hinterlassenenleistungen.

Bernische BVG- und Stiftungsaufsicht (BBSA), vom Kanton Bern bezeichnete zuständige Behörde für die Aufsicht über die Vorsorgeeinrichtungen.

Beiträge zur Finanzierung der Leistungen. Sie bestehen aus Spar-, Risiko- und Finanzierungsbeiträgen. Höhe der Beiträge siehe Standardvorsorgereglement der BLVK.

Verpflichtung, die vom Reglement vorgesehenen Beiträge zu leisten. In der Regel wird unter Beitrag ein wiederkehrender (monatlicher) Betrag verstanden.

Pensionskassensystem, bei welchem die Altersleistungen direkt anhand der einbezahlten Sparbeiträge, Freizügigkeitsleistungen, Einlagen sowie deren Zinsen berechnet werden. Seit dem 01.01.2015 wird die BLVK im Beitragsprimat geführt.

Zwischen Anleger und Portfoliomanager (Vermögensverwalter) vereinbartes Vergleichsportfolio, das als Basis und Richtgrösse dient, um das Risiko und den Anlageerfolg des Portfoliomanagers zu messen. Ein Benchmarkportfolio sollte zu tiefen Transaktionskosten realisierbar, gut beobachtbar und hinreichend diversifiziert sein. Vielfach wird ein offiziell erhältlicher Index als Benchmark vereinbart. Auch ein einzelner Marktindex kann zur Messung des Anlageerfolgs einer bestimmten Anlagekategorie als Benchmark dienen.

Alle Anstellungsverhältnisse zusammengezählt und in Prozent ausgedrückt.

Garantie der erworbenen Rechte. Das BVG greift nicht in die Rechte der Versicherten ein, die sie vor seinem Inkrafttreten erworben haben.

Masszahl zur Beurteilung der Sensivität einer Aktie bzw. eines Portfolios gegenüber dem Gesamtmarkt. Ein Beta von 0.5 bedeutet beispielsweise, dass eine Erhöhung des Marktes um 10% im langfristigen Durchschnitt einen Kursanstieg von 5% für die betreffende Aktie erwarten lässt. Ist das Beta grösser als 1, so wird erwartet, dass die Aktie stärker als der Gesamtmarkt schwankt. Aktien mit einem Beta von kleiner als eine haben also ein geringeres Risiko als der Gesamtmarkt bzw. Aktien mit einem Beta von grösser als eine haben ein grösseres Risiko als der Gesamtmarkt.

Vorsorgereglement der BLVK über die Leistungen und Beiträge vom. Siehe auch "Reglement".

Bundesamt für Sozialversicherungen. Das BSV sorgt in seinem Zuständigkeitsbereich - AHV, Invalidenversicherung, Ergänzungsleistungen, berufliche Vorsorge (Pensionskassen), Erwerbsersatzordnung für Dienst Leistende und bei Mutterschaft sowie Familienzulagen - dafür, dass das Sozialversicherungsnetz gepflegt und den immer neuen Herausforderungen angepasst wird. Zudem ist es auf Bundesebene für die Themenfelder Familie, Kinder, Jugend und Alter, Generationenbeziehungen sowie für allgemeine sozialpolitische Fragen zuständig.

Das BSV kontrolliert die Arbeit der Durchführungsorgane. Im Bereich der beruflichen Vorsorge ist es in erster Linie für die Systementwicklung sowie die Vorbereitung der Gesetzgebung zuständig. Die Aufsicht über diesen Bereich wird jedoch durch die von der Verwaltung unabhängige Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge (OAK BV) ausgeübt. Das BSV bereitet die laufende Anpassung der Gesetze an die geänderte gesellschaftliche Realität vor. Und zum Teil - etwa im Bereich der Anstossfinanzierung für die familienergänzende Kinderbetreuung - ist es selbst Durchführungsorgan.

Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge vom 25. Juni 1982 samt Ausführungsbestimmungen (SR 831.40).

Differenz zwischen dem laufenden Kalenderjahr und dem Geburtsjahr.

Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge vom 18. April 1984.

Verhältnis zwischen dem vorhanden Vermögen und dem für die Finanzierung der Leistungen benötigten Deckungskapital.

Der ökonomische Deckungsgrad ist das Verhältnis zwischen dem für die Deckung der versicherungstechnischen Verpflichtungen zur Verfügung stehenden Nettovermögen zu Marktwerten (definiert als Aktivsumme abzüglich Fremdkapital) und den Vorsorgeverpflichtungen der Pensionskasse. Der ökonomische Deckungsgrad wird von einigen Experten als massgebend für die Risikofähigkeit angesehen.

Zur Berechnung des versicherungstechnischen Deckungsgrad wird dasselbe Verfahren verwendet wie zur Berechnung des ökonomischen Deckungsgrades, mit der Ausnahme, dass die Schwankungsrückstellungen für Anlagerisiken zu den Vorsorgeverpflichtungen gerechnet werden. Ferner werden die Rentenverpflichtungen meist mit einem technischen Zinssatz gerechnet, der über den Annahmen der Ökonomen liegt. Der versicherungstechnische Deckungsgrad ist demnach meist höher als der ökonomische Deckungsgrad.

Das zur Finanzierung der Leistungen benötigte Kapital.

Derivate sind Termingeschäfte, deren Wert vom Preis eines Basiswertes (z.B. Aktien, Geldmarktinstrumente, Devisen, Waren, etc.) abgeleitet wird. Dabei kann es sich um Festgeschäfte oder Optionsgeschäfte handeln.

Begriff für männliche und weibliche aktiv Versicherte sowie Leistungsbeziehende Rentner der BLVK. Destinatäre der BLVK sind hauptsächlich Lehrkräfte des Kindergartens, der Volksschule sowie Lehrkräfte der kantonalen Schulen der Sekundarstufe II.

Verteilung der Anlagesumme auf mehrere Anlageobjekte (verschiedene Anlagekategorien, Anlageinstrumente, Länder, Währungen, Branchen, Fristigkeiten, etc. sowie auf verschiedene Einzeltitel bzw. Gesellschaften oder Schuldner). Innerhalb eines Aktienmarktes führt die Diversifikation dazu, dass man titelspezifische Risiken verringert und bei genügend breiter Diversifikation schliesslich nur noch das systematische Risiko (Marktrisiko) trägt.

Mit der Duration wird die durchschnittliche Kapitalbindung einer Anleihe (Obligation) angegeben.

siehe "Mindestlohn gemäss BVG"

Wert einer Kapitalanlage, der sich durch die Kapitalisierung zukünftiger Erträge unter Verwendung eines bestimmten risikoadjustierten Kapitalisierungszinsfusses errechnen lässt. Von besonderer Bedeutung ist der Ertragswert in der Liegenschaftenbewertung.

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).

Die Finanzierungsbeiträge werden solange erhoben, als sich die BLVK in Unterdeckung befindet. Sie ersetzen die Sanierungsbeiträge. Die Beitragsskala befindet sich in Anhang 1 des StVR-BLVK

Ein Einkauf ermöglicht es der versicherten Person, allfällige Versicherungslücken zu schliessen und die persönlichen Vorsorgeleistungen zu verbessern. Sie sind bis zum Eintreten eines Vorsorgefalles jederzeit möglich.

Bundesgesetz vom 17. Dezember 1993 über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge.

Gesperrtes Bankkonto, welches ausschliesslich der Erhaltung der Freizügigkeitsleistung dient.

siehe "Austrittsleistung"

Versicherungspolice, welche ausschliesslich der Erhaltung der Freizügigkeitsleistung dient.

Markt, auf dem Wirtschaftsobjekte Gelder anlegen oder aufnehmen können (Laufzeiten von einem Tag bis zu einem Jahr).

Rente gemäss Art. 20 BVV 2 zur Deckung des Versorgerschadens, den der geschiedene Ehegatte durch den Tod des früheren Ehegatten und dem damit verbundenen Wegfall der Unterstützungsbeiträge erleidet. Siehe auch "Scheidungsrente"

Global Custody ist ein umfassendes Dienstleistungsangebot zur Bewirtschaftung grosser, weltweit diversifizierter Wertschriftenportfolios. Institutionellen Anlegern soll damit eine effiziente und transparente Organisation der Wertschriftenverwaltung zur Verfügung stehen. Der Global Custodian bietet unter anderem folgende Dienstleistungen an: Wertschriftenverwaltung und –verwahrung, Quellensteuerrückforderung, Berichterstattung, Wertschriftenbuchhaltung, Securities Lending. Je nach Anbieter werden noch zusätzliche Dienstleistungen wie elektronischer Zugriff auf Konto- und Depotinformationen angeboten.

Mit vergleichsweise geringem Kapitaleinsatz lassen sich mit derivativen Instrumenten grössere Renditen erzielen, als es durch eine Investition in die Basiswerte möglich ist. Dieser Effekt wird als Hebelwirkung bezeichnet. Das Verhältnis der prozentualen Kursänderung des Derivates zur prozentualen Kursänderung des Basiswertes nennt man Hebel. Je grösser der Hebel, desto grösser fallen sowohl Gewinne als auch Verluste auf das investierte Kapital aus.

Hedge-Funds sind Investmentfonds, die bezüglich ihrer Anlagepolitik keinerlei gesetzlichen oder sonstigen Beschränkungen unterliegen. Sie streben unter Verwendung sämtlicher Anlageformen eine möglichst rasche Vermehrung ihres Kapitals an. Hedge-Funds bieten die Chance auf eine sehr hohe Rendite, bergen aber auch ein entsprechend hohes Risiko des Kapitalverlustes.

Kennziffer zur Charakterisierung einer Vielzahl von einzelnen Preis- bzw. Mengenentwicklungen (Indexzahl). Der Index wird als gewogenes arithmetisches Mittel von Messzahlen mit gleicher Basis- und Berichtsperiode ermittelt.

Siehe passive Anlagestrategie

Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).

Der Invaliditätsgrad ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen dem Einkommen, welches eine Person ohne Invalidität erzielen könnte zum Einkommen, welches die Person aufgrund der Invalidität nicht mehr erwerben kann.

Die Zinssätze zur Verzinsung der Sparguthaben werden von der Verwaltungskommission jährlich aufgrund der finanziellen Lage der BLVK festgelegt.

Anstelle einer Rente kann die versicherte Person maximal 50% der Altersrente in Kapitalform beziehen.

Beim Kapitaldeckungsverfahren spart jede versicherte Person für sich selbst. Beiträge werden während der Finanzierungszeit für sich selbst angespart (Altersguthaben) und bei Eintritt eines Vorsorgefalles ausbezahlt. Die berufliche Vorsorge basiert grundsätzlich auf diesem Finanzierungssystem.

Der Kapitalmarkt ist der Finanzmarkt für mittel- und langfristige Kapitalbeschaffung und dient den Unternehmen, den Haushalten und dem Staat zur Finanzierung von Investitionen und anderen Ausgaben.

Betrag, welcher vom AHV-pflichtigen Jahreslohn abgezogen wird, um den versicherten Lohn zu erhalten. Der Abzug dient der Koordination zwischen der 1. und 2. Säule; er entspricht im BVG 7/8 der maximalen einfachen AHV-Altersrente.

Statistisches Mass, das den linearen Zusammenhang zwischen zwei Zahlenreihen (z.B. Performance einer Aktie und des Marktes) misst. Definitionsgemäss bewegt sich die Korrelation zwischen +1 und –1. Ein Wert von +1 (-1) bedeutet, dass sich Index und Aktie konstant gleichgerichtet (entgegengesetzt) bewegen.

Steuern, die noch nicht bezahlt wurden, aber bei einem Verkauf anfallen werden.

Verkauf von Wertpapieren, die der Verkäufer nicht besitzt, sondern mit denen er sich später zu erwarteten niedrigeren Kursen wiederum eindeckt, um von fallenden Kursen zu profitieren. Der Leerverkäufer muss jedoch die verkauften Titel innerhalb einer bestimmten Frist dem Käufer ausliefern. Da er die Wertpapiere bei Vertragsabschluss nicht besitzt, muss er sie von einem anderen Investor ausleihen (siehe  Securities Lending).

Pensionskassensystem, bei welchem die Leistungen direkt von der Höhe des letzten Lohnes berechnet werden. Im Leistungsprimat sind die Altersleistungen in Prozenten einer festen Bezugsgrösse (z.B. versicherter Lohn) definiert. Bis zum 31.12.2014 wurde die BLVK im Leistungsprimat geführt. Per 01.01.2015 erfolgte der Übertritt in ins Beitragsprimat.

Geldwerte, d.h. Bargeld und Guthaben, die innerhalb kurzer Zeit in Bargeld umgetauscht werden können.

Andere Bezeichnung für versicherten Lohn; bildet die Grundlage zur Berechnung der Beiträge und Leistungen.

Brutto-Jahreseinkommen einschliesslich 13. Monatsgehalt. Der massgebende Jahreslohn abzüglich Koordinationsabzug ergibt den jährlichen versicherten Lohn.

Andere Bezeichnung für koordinierten Lohn; bildet die Grundlage zur Berechnung der Beiträge und Leistungen.

siehe Index

Ist der Marktwert eines Unternehmens. Dazu wird der Börsenkurs mit der Anzahl aller ausstehenden Aktien multipliziert.

Mindesthöhe der Austritts-/Freizügigkeitsleistung bei Austritt aus der Vorsorgeeinrichtung gemäss Art. 17 FZG.

Mindesthöhe der Vorsorgeleistungen gemäss BVG.

Brutto-Jahreseinkommen einschliesslich 13. Monatsgehalt, welches erforderlich ist, um der obligatorischen Versicherungspflicht im BVG unterstellt zu sein. Die BLVK rechnet den jeweiligen Monatslohn (inkl. 13. Monatslohn) auf einen Jahresbruttolohn hoch, um die Versicherungspflicht zu ermitteln.

Die Altersguthaben sind nach den Bestimmungen des BVG mit einem Mindestzinssatz zu verzinsen. Eine allfällige Anpassung des Mindestzinssatzes obliegt dem Bundesrat und wird jährlich überprüft.

Die Zinssätze zur Verzinsung der Sparguthaben werden von der Verwaltungskommission jährlich aufgrund der finanziellen Lage der BLVK festgelegt. Der Mutationszinssatz wird im Voraus bestimmt und gilt für unterjährige Austritte und Vorsorgefälle.

Zur Berechnung des Inventarwerts eines Anteils werden vom Verkehrswert der Fondsaktiven die Verpflichtungen (bei Immobilienfonds zusätzlich die mutmasslichen Liquidationssteuern) abgezogen und der verbleibende Betrag durch die im Umlauf befindlichen Anteile geteilt.

Zahlenmässig gleich starke Vertretung der Arbeitnehmer und Arbeitgeber in der Verwaltungskommission resp. Stiftungsrat.

Investmentstil, der darauf abzielt, den Vergleichsindex (Benchmark) abzubilden. Gegensatz zur aktiven Anlagestrategie.

Bezeichnung für eine Institution, welche wiederkehrende Leistungen (Pensionen) ausrichtet. Heute umgangssprachlicher Ausdruck für Vorsorgeeinrichtung.

Gesetz über die kantonalen Pensionskassen vom 9. September 2013 (BSG 153.41).

Investitionen in nicht börsenkotierte Unternehmen. Dabei werden Investitionen in Private Equity vor allem nach Finanzierungsstufen unterschieden. Venture Capital ist eine Form von Private Equity Investition, die sich auf Unternehmen beschränkt, die sich im Aufbau oder in Expansion befinden. Weitere Formen von Private Equity Investments sind Überbrückungsfinanzierungen (z.B. vor einem Börsengang oder Verkauf einer Unternehmung), Management Buyouts (MBO) oder Turnarounds (Übernahme oder Beteiligung an unprofitablen Firmen, die mittels Managementwechsel oder anderen Massnahmen wieder zur Profitabilität kommen sollen). 

Zinssatz, der zur Hochrechnung des Sparguthabens der versicherten Person bis zum ordentlichen Rentenalter angewendet wird. Der Projektionszinssatz ist nicht garantiert (Anhang 6 StVR-BLVK).

Im Beitragsprimat ist dies die Summe der angesammelten und zukünftig zu erwartenden Altersgutschriften inkl. Freizügigkeitsleistungen Einlagen und Zinsen. Das projizierte Altersguthaben entspricht dem Sparkapital bei Erreichen des Rücktrittsalters.

Unmittelbar an der Quelle erhobene Steuer, z.B., die schweizerische Verrechnungssteuer von 35 Prozent auf Kapitalerträgen. Der Quellensteuer unterliegen auch Personen ohne Wohnsitz oder Aufenthalt in der Schweiz, die auf Grund eines früheren, öffentlich-rechtlichen Arbeitsverhältnisses von einer Vorsorgeeinrichtung mit Sitz im Kanton Bern Rentenleistungen erhalten. Für Renten beträgt die Quellensteuer derzeit 10 %. Sie erhalten jeweils Ende Jahr eine Bescheinigung über die Höhe der in Abzug gebrachten Quellensteuern. Der Quellensteuerabzug kann im ausländischen Wohnsitzstaat an die dortigen Steuern angerechnet oder zurückgefordert werden, sofern ein Doppelbesteuerungsabkommen besteht. Die Quellensteuer kommt auch bei Kapitalauszahlungen zum tragen, sofern der Empfänger seinen Wohnsitz ausserhalb der Schweiz hat.

Standardisierte Bonitätsbeurteilung von handelbaren Finanzpapieren (Anleihen, Geldmarktpapiere) und ihrer Emittenten durch unabhängige Kreditbewertungsagenturen. Es handelt sich um eine bonitätsmässige Einstufung von Kreditnehmern bzw. Anleiheschuldnern nach einheitlichen und konsistenten Verfahren. Das Rating dient internationalen Investoren als Grundlage für Investitionsentscheidungen. Die Rating-Agenturen haben unterschiedliche Symbole entwickelt, um die Bonität der Schuldner einzustufen. Zur „AAA“-Gruppe gehören zum Beispiel Regierungen und Unternehmen, die den Anlegern eine fast risikolose Anlage bieten.

“Wiederausrichten“ der Gewichtung der einzelnen Anlagekategorien in einem Portfolio gemäss der Anlagestrategie und den taktischen Bandbreiten.

Personen, welche die Buchführung des Geschäftsjahres prüfen. Das BVG verlangt eine beruflich qualifizierte Revisionsstelle. Sie ist für alle Vorsorgeeinrichtungen obligatorisch (siehe Revisionsstelle).

Anstellungsverhältnis, das im Monatslohn entlöhnt wird.

Das Reglement einer Vorsorgeeinrichtung beschreibt die Rechte und Pflichten der Versicherten, des Arbeitgebers und der Vorsorgeeinrichtung. Es wird von der Verwaltungskommission resp. vom  Stiftungsrat erlassen.

Juristische oder natürliche Person, welcher die jährliche Kontrolle der Rechnungslegung und Geschäftsführung der Vorsorgeeinrichtung übertragen wird.

In der Finanzmarkttheorie wird das Risiko einer Anlage an den Ertragsschwankungen gemessen (Streuung der Renditen um deren Mittelwert). Risiko und Rendite stehen theoretisch in einem direkten Zusammenhang: Je höher das eingegangene Risiko ist, desto grösser sollte längerfristig der Ertrag der entsprechenden Anlage ausfallen.

Die Risikobeiträge dienen der Finanzierung der Leistungen bei Tod und Invalidität sowie der Verwaltungskosten.

Unter Risikofähigkeit einer Vorsorgeeinrichtung wird deren Vermögen verstanden, Risiken einzugehen (vor allem Anlagerisiken). Ein wichtiges Kriterium ist dabei neben der subjektiven Risikotoleranz der Deckungsgrad. Je höher der Deckungsgrad ist, umso besser können Schwankungen der Anlagerenditen aufgefangen werden. Aktien haben im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren höhere Renditeschwankungen. Ein höherer Aktienanteil ist deshalb nur bei einem genügend hohen Deckungsgrad verantwortbar. Die BLVK hat eine Staatsgarantie und kann deshalb von den erwähnten Grundsätzen abweichen und eine ertragsreichere Anlagestrategie wählen.

Zurückgelegtes Alter bei Pensionierung zwischen 58 und 70 Jahren. Das ordentliche Rücktrittsalter gemäss StVR-BLVK liegt bei 65 Jahren.

Rente gemäss Art. 124a ZGB im Rahmen des Vorsorgeausgleichs bei einer Scheidung.

Die BLVK erteilt keine Auskünfte an Drittpersonen ohne schriftliche Vollmacht der versicherten Person.

Ausleihe von Wertpapieren auf eine bestimmte oder unbestimmte Frist gegen eine Kommission und gegen Sicherheiten. Ein Leerverkäufer (siehe Leerverkauf) verkauft Wertpapiere, die zum Zeitpunkt des Verkaufs nicht in seinem Besitz sind. Nach einer bestimmten Frist werden diese jedoch zur Lieferung fällig. Der Leerverkäufer kann die Titel von einem anderen Investor (oder einer Bank) gegen Entrichtung einer Gebühr ausleihen. Der Ausleiher der Wertpapiere kann durch die Einnahme der Lending-Gebühr seine Rendite erhöhen.

Der Sicherheitsfonds ist eine vom Bundesrat errichtete öffentlich-rechtliche Stiftung. Er garantiert die Leistungen von Vorsorgeeinrichtungen bei deren Zahlungsunfähigkeit bis zu einem gesetzlich definierten Maximalanspruch. Der Sicherheitsfonds richtet zudem Leistungen an Kassen mit ungünstiger Altersstruktur des Versichertenbestandes aus.

Die Sparbeiträge sind jener Teil des Beitragsaufwandes, welcher angespart wird. Die Höhe der Sparbeiträge (Altersgutschriften) ist altersabhängig und wird in Prozenten des versicherten Lohnes ausgedrückt (siehe StVR-BLVK)

Das Sparkapital entspricht den Sparbeiträgen zuzüglich den Austrittsleistungen (Freizügigkeitsleistungen) anderer Vorsorgeeinrichtungen und freiwilligen Einlagen.

Die BLVK bietet nebst dem Sparplan Standard, auch die Sparpläne Plus und Minus an, in welchen die versicherte Person höhere oder tiefere monatliche Sparbeiträge leistet.

In den Swiss Performance Presentation Standards sind Vorgaben definiert, wie Anlagerenditen zu berechnen und zu publizieren sind. Damit können die von verschiedenen Vermögensverwaltern erzielten Renditen besser miteinander verglichen werden.

Bis 31.5.2005 gültiges Vorsorgereglement der BLVK.

Der Stiftungsrat ist das oberste Organ einer Stiftung. Siehe auch Verwaltungskommission.

Rückstellungen, die in der Bilanz des Unternehmens nicht ausgewiesen werden und durch Unterbewertung von Aktiven bzw. Überbewertung von Passiven entstehen. Damit kommt es zu Differenzen zwischen Buch- und Marktwerten.

Langfristig zu verfolgende Aufteilung des Vermögens auf die definierten Anlagekategorien.

Standardvorsorgereglement der BLVK, gültig ab 01.01.2015. Siehe auch "Reglement".

Der technische Zinssatz ist der Diskontierungssatz für die Berechnung des Gegenwartswertes zukünftiger Leistungen der Pensionskasse oder, mit anderen Worten, derjenige Zinssatz, der in Zukunft auf dem verbleibenden Kapital im Durchschnitt erwirtschaftet werden muss, um den reglementarischen Verpflichtungen nachkommen zu können.

Finanzierungssystem, bei dem ein Deckungsgrad von mindestens 80% angestrebt wird. Es müssen verschiedene Deckungsgrade geführt werden. Gemäss PKG wendet die BLVK dieses Finanzierungssystem an, bis der Zieldeckungsgrad von 100% bis Ende des Jahrs 2034 erreicht wird (Übergang zur Vollkapitalisierung).

Reduziert sich der Beschäftigungsgrad ungeachtet des bisherigen Pensums um maximal 12,5 Beschäftigungsgradprozente, bleibt der höhere versicherte Lohn versichert, wobei Teilanstellungen zusammengerechnet werden. Massgebend für die Berechnung ist die Differenz zwischen dem versicherten und entlöhnten Beschäftigungsgrad.

Der Tracking Error entspricht der Standardabweichung der Renditedifferenzen aus Portfolio und Benchmark, also der eigentlichen Performance. Der T.E. drückt aus, wie systematisch oder konsistent die relative Performance eines Depots während einer bestimmten Periode war.

siehe "AHV-Überbrückungsrente"

Einlage des Kantons Bern anlässlich des Primatwechsels zur Kompensation der im Beitragsprimat fehlenden Solidaritätsbeiträge.

Finanzierungssystem, bei dem die Leistungen für die im Laufe eines Jahres fälligen Renten durch die im gleichen Jahr fälligen Beiträge finanziert werden. Auf diesem Finanzierungsverfahren basiert die AHV/IV: die heutigen Erwerbstätigen finanzieren die heutigen Rentner.

Prozentsatz, mit welchem aus dem beim Altersrücktritt vorhandenen Sparguthaben eine lebenslang zahlbare Altersrente berechnet wird.

Eine Unterdeckung besteht, wenn am Bilanzstichtag das nach anerkannten Grundsätzen durch den Experten für berufliche Vorsorge berechnete versicherungstechnisch notwendige Vorsorgekapital (Vorsorgekapitalien und technische Rückstellungen) nicht durch das dafür verfügbare Vorsorgevermögen gedeckt ist.

Alle in die BLVK aufgenommenen männlichen und weiblichen Arbeitnehmer, bei denen noch kein Vorsorgefall eingetreten ist.

Mit der versicherungstechnischen Bilanz wird festgestellt, ob das Vermögen einer Kasse gemäss kaufmännischer Bilanz - zusammen mit den zu erwartenden Beiträgen und Zinsen ausreicht, um neben den sonstigen Schuldverpflichtungen und Rückstellungen die eingegangenen Versicherungsverpflichtungen (normalerweise auf den 31.12. des Jahres) erfüllen zu können.

Versicherungsverhältnis zwischen Arbeitnehmer und der Pensionskasse

Die Verwaltungskommission ist das oberste Organ der BLVK. Sie ist je zur Hälfte aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern zusammengestellt (siehe Parität)

Der Verzugszins entspricht dem BVG-Mindestzinssatz plus 1%. Die Verzugszinspflicht tritt erst ein, wenn die Vorsorgeeinrichtung in Verzug ist, d.h. nach Ablauf von 30 Tagen nach Erhalt der Zahladresse

Finanzierungssystem, bei dem ein Deckungsgrad von mindestens 100% angestrebt wird.

siehe "WEF / Wohneigentumsförderung"

Synonym für Versicherungsausweis, Leistungsausweis, individuelles Leistungs- oder Orientierungsblatt. Der Vorsorgeausweis ist ein Informationsdokument für die versicherte Person und enthält Angaben über persönliche Ansprüche und Verpflichtungen sowie deren konkrete Höhe. Der Vorsorgeausweis der BLVK wird der versicherten Person jährlich zugestellt.

siehe Pensionskasse

Sammelbegriff für Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenleistungen der BLVK

siehe "Reglement"

Versicherungsverhältnis zwischen Arbeitnehmer und Pensionskasse.

Durch Terminkäufe bzw. -verkäufe von Währungen können Investitionen in fremden Währungen gegenüber dem Wechselkursrisiko abgesichert werden.

Im Rahmen des BVG vorgesehene Möglichkeit zum Vorbezug resp. zur Verpfändung von Vorsorgeleistungen zum Erwerb von Wohneigentum.

Die Zentralstelle 2. Säule ist die Verbindungsstelle zwischen den Einrichtungen der beruflichen Vorsorge (auch 2. Säule oder BVG genannt) und den Versicherten. Sie soll ermöglichen, dass unterbrochene Kontakte zwischen den Versicherten und den Einrichtungen wiederhergestellt werden können. Jährlich melden alle Vorsorgeeinrichtungen der Zentralstelle sämtliche Personen, für welche sie ein Vorsorgekonto führen.