Fragen von Versicherten

Ja, das ist möglich. Sie können den Anteil des gewünschten Kapitalbezugs sowohl als Prozentsatz als auch in Form eines festen Frankenbetrags beantragen.

Sofern Sie Ihre Pensionierung in mehreren Teilschritten planen, kann bei jedem Pensionierungsschritt ein entsprechender Kapitalbezug beantragt werden. Der mögliche Betrag richtet sich jedoch nach dem jeweils wegfallenden Verdienstanteil.

Ja, das ist korrekt. Bisher entstand ein Anspruch auf Ehegattenrente erst ab Alter 45. Neu bereits ab Alter 35. 

Diese Lebenskonstellation wird für einen Anspruch auf Lebenspartnerrente neu nicht mehr berücksichtigt. Sie haben die Möglichkeit, Ihren Wohnsitz zusammenzulegen oder zu heiraten.

Für Sie respektive Ihre Lebenspartnerin ändert sich nichts. Im Todesfall muss Ihre Lebenspartnerin wie schon nach der alten Regelung den Anspruch auf Lebenspartnerrente nach Ihrem Todesfall gegenüber der BLVK innerhalb von 6 Monaten geltend machen.

Nein. Neu müssen Lebenspartner nicht mehr zu Lebzeiten angemeldet werden. Lebenspartner müssen nach dem Tod der versicherten Person aber Ihren Anspruch auf Lebenspartnerrente gegenüber der BLVK innerhalb von 6 Monaten geltend machen.

Ja. Zumindest teilweise. Sie können innerhalb der Personengruppen c, d und e die Ansprüche zuweisen, die Reihenfolge abändern, Personen ausschliessen oder Personengruppen zusammenfassen. Die Kinder (Buchstabe e) können aber nicht vor die Personengruppen von a und b gestellt werden. Konkret heisst das, dass zum Beispiel bei einer bestehenden Lebenspartnerschaft, welche die Bedingungen für das Todesfallkapital erfüllt (5 Jahre gemeinsamer Wohnsitz oder gemeinsame Kinder), das Todesfallkapital an den/die Lebenspartner/in geht, sofern dieser/diese den Anspruch geltend macht. 

Nein. Wann immer im Todesfall ein Anspruch auf Ehegattenrente (oder Lebenspartnerrente) entsteht, ist ein Bezug eines Todesfallkapitals nicht möglich. Es besteht nur Anspruch auf Rente.

Ja, sofern das Todesfallkapital nicht von einem Lebenspartner (mind. 5 Jahre gemeinsamer Wohnsitz) oder einer in erheblichem Masse unterstützten Person beansprucht werden kann. Denn diese Personen stehen in der Kaskadenordnung vor Ihren Kindern. Sie können zwar zu Lebzeiten eine schriftliche Erklärung bei der BLVK deponieren, anspruchsberechtigte Personen bezeichnen und auch die Reihenfolge der Begünstigten der Buchstaben c, d und e abändern oder zusammenfassen. Sie können ihre Kinder (Buchstabe e) aber nicht vor die Personengruppen a und b stellen. Ein Lebenspartner hat Vorrang vor den Kindern. Dennoch können Sie ein Kind ausschliessen oder die prozentuale Aufteilung des Todesfallkapitals für beide Kinder speziell festlegen. Dies kann aber nur berücksichtigt werden, sofern das Todesfallkapital auch den Kindern zufällt (zum Beispiel wenn kein Lebenspartner vorhanden ist).

Sofern keine möglichen Begünstigten vorhanden sind (Ehegatte, Lebenspartner, in erheblichem Mass unterstützte Personen, Personen die für den Unterhalt eines oder mehrerer gemeinsamer Kinder aufkommen müssen, Kinder) verfällt das Vorsorgeguthaben an die BLVK. Eine Begünstigung von Verwandten wie zum Beispiel Eltern oder Geschwistern ist nicht möglich. Auch eine Spende an eine gemeinnützige Organisation ist nicht möglich. 

Einige Konstellationen waren bisher im Reglement nicht klar geregelt. Unter anderem wird neu detailliert festgehalten, ab welchem Alter eine Scheidungsrente direkt an eine berechtigte Person und unter welchen Umständen sie weiterhin an die Vorsorgeeinrichtung der berechtigten Person überwiesen wird.

Eine Überweisung einer Teil-Austrittsleistung ist dann möglich, wenn sich der Beschäftigungsgrad der bei der BLVK versicherten Anstellung um mindestens 30 Prozent reduziert, und eine Überweisung an die Vorsorgeeinrichtung des anderen Arbeitgebers überwiesen werden kann. Da Sie als Journalist nicht BVG-pflichtig und somit der Vorsorgeeinrichtung des anderen Arbeitgebers nicht unterstellt sind, ist keine Überweisung einer Teil-Austrittsleistung möglich. Die Überweisung auf ein Freizügigkeitskonto ist ausgeschlossen.

Die Reform der Ergänzungsleistungen (EL) zielt auf den Erhalt des Leistungsniveaus, die stärkere Berücksichtigung des Vermögens und die Verringerung der Schwelleneffekte. Sie tritt am 1. Januar 2021 in Kraft. Die wichtigsten Massnahmen der Reform:

  Anhebung der Mietzinsmaxima
  Stärkere Berücksichtigung des Vermögens
  Einführung Eintrittsschwelle
  Einführung Rückerstattungspflicht
  Senkung Vermögensfreibeträge
  Neue Regelung für den Lebensbedarf von Kindern
  Anrechnung von 80 Prozent des Einkommens des Ehegatten
  Krankenversicherungsprämie: tatsächliche Ausgaben
  Anpassung der EL-Berechnung für Personen im Heim
  Senkung des EL-Mindestbetrags
  Massnahmen in der 2. Säule für ältere Arbeitslose

Sie finden weitere Informationen unter https://www.bsv.admin.ch.

Die berufliche Vorsorge ist wie folgt betroffen:

  Ältere Personen ab 58 Jahren können künftig im Falle einer Kündigung durch den Arbeitgeber beantragen, die Vorsorgeversicherung im bisherigen Umfang weiterzuführen. 
  Der zulässige Zeitraum für Rückzahlungen von Vorbezügen im Rahmen der Wohneigentumsförderung wird um drei Jahre verlängert (Art. 30d und 30e BVG).
  Die mit der Durchführung der EL betrauten Stellen können EL-Rückforderungen mit fälligen Leistungen der beruflichen Vorsorge verrechnen und dies der entsprechenden Vorsorgeeinrichtung mitteilen. Erfolgt eine solche Mitteilung, kann die Vorsorgeeinrichtung «nicht mehr befreiend an die versicherte Person auszahlen».
 

Der Vorbezug kann zurückbezahlt werden bis zur Entstehung des reglementarischen Anspruchs auf Altersleistungen, das heisst bis zum Alter 65. Wurden Vorbezüge für Wohneigentum getätigt, sind freiwillige Einkäufe erst möglich, wenn sämtliche Vorbezüge zurückbezahlt sind.